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ist eine uralte Bewegungskunst aus China. Sie erlernen und üben heißt, seinen Körper in eine Form bringen, die ihn verändert und neu strukturiert. Es ist ein Übungsweg, der uns unserem Wesenskern näher bringen kann: Ein behutsames Reifen, als fließender, aber beharrlicher Prozeß der Wandlung. Dies beinhaltet Meditation, die Entwicklung der Lebensintelligenz aus sich selbst heraus, und das Lernen, wie die eigene Intelligenz gut genutzt werden kann. Im T’ai Chi Ch’uan stehen Bewegungsformen im Vordergrund, die ohne Unterbrechung fließend ineinander übergehen und von der Körpermitte her ausgeführt werden. Die exakte Ausführung der Bewegungsformen dient der Entwicklung und Verfeinerung, ebenso der Vermehrung unserer Lebensenergie, der Entwicklung von Achtsamkeit und Konzentration und der Steigerung des Körpergefühls. Körper und Geist sind entspannt, gelassen und wach.
Immer wieder begegnen wir während des Übens unseren körperlichen Grenzen, unserem Nichtvermögen. Indem wir diese im Tun überschreiten, eröffnen sich neue, ungewusste Handlungs - Bewegungs -und Denkräume. Wir arbeiten an den drei Prinzipen der Körpertherapie: Zentrieren Erden Anschauen
In der Zentrierung geht es um das Zulassen des rechten Atems und unserer Beziehung zur Körpermitte. In der Erdung geht es um den angemessenen Muskeltonus, um die Entwicklung einer elastischen Muskulatur und deren Beziehung zu Kraftentfaltung und Geschwindigkeit im Tai Chi Ch’uan. Anschauen meint Erinnern; die griechische Wurzel des Wortes bedeutet soviel wie „sich um etwas sorgen, um etwas kümmern, etwas pflegen“. Erinnerung wird lebendig, wenn wir uns Zeit nehmen, uns um unsere Erfahrungen zu kümmern, Zeit nehmen, diese zu verdauen; den Geschmack des eigenen Lebensweges im Körper spüren lernen.
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